Big Data als Mittel zur Prozessautomatisation und Prozesssicherheit

Big Data – also die Gewinnung von Erkenntnissen aus großen Datenbeständen – kann in unterschiedlichsten Szenarien einen Beitrag für die zukünftige Ausgestaltung von Verwaltungsprozessen liefern. Integrierte Datenbestände bieten die Möglichkeit, repetitive und dadurch auch oftmals eintönige Arbeiten bzw. Vorgänge durch Algorithmen zu ersetzen und durch Prozessoptimierung knappe Personalressourcen sinnvoller einzusetzen. Darüber hinaus kann die Arbeitsqualität verbessert werden, in dem kritische Erfolgsfaktoren identifiziert sowie Fehler oder Risiken durch automatische Analysen rechtzeitig erkannt und Folgeschäden vermieden werden. Nicht zuletzt können auch dolose Handlungen aufgedeckt werden.

Haushaltsgrundsätze verpflichten mittelvergebende Einrichtungen zu Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit und EU-Verordnungen schreiben die Prävention, Feststellung und Korrektur von Unregelmäßigkeiten (einschließlich Betrug) vor. Unter diesen Aspekten und in Anbetracht neuer Herausforderungen, wie einer wachsenden Anzahl an Unregelmäßigkeiten oder komplexer werdenden Geschäftsfällen, kann und sollte die Erkennung von Unregelmäßigkeiten durch IT-Lösungen unterstützt werden.

Moderne Fraudmanagement-Software bietet einerseits die Möglichkeit den Datenbestand in Echtzeit zu durchsuchen und so Unregelmäßigkeiten festzustellen, zu sortieren und zu bearbeiten. Andererseits ermöglichen die Lösungen Überprüfungen anhand eines individuellen und flexiblen Regelwerks, basierend auf deterministischen und statistisch-analytischen Regeln. Muster, die bisher nicht erkannt wurden, können mithilfe der Software und den zugrunde liegenden Algorithmen offengelegt und untersucht werden. Fraudmanagement-Lösungen unterstützen dabei die Prozess-, Daten-, Transparenz- sowie Leistungsqualität auszuzahlender Mittel kontinuierlich zu verbessern und perspektivisch zu optimieren.