Proof of Concept zum Deutschen Public Corporate Governance-Musterkodex

09.01.2020

Proof of Concept zum Deutschen Public Corporate Governance-Musterkodex

Proof of Concept zum Deutschen Public Corporate Governance-Musterkodex

Die arf GmbH wird im ersten Halbjahr 2020 in einem Proof Of Concept (Machbarkeitsstudie) untersuchen, wie die Regelungen des Deutschen Public Corporate Governance-Musterkodex in der Praxis umgesetzt werden können, welcher Nutzen damit verbunden ist und welche Maßnahmen zur Umsetzung getroffen werden müssen. Zu diesem Zweck führt die arf GmbH einen „Proof of Concept“ mit ausgewählten Kommunen durch, bei dem für die Kommunen keine externen Kosten entstehen. Die arf GmbH arbeitet in diesem Kontext in einem Forschungsprojekt mit dem Lehrstuhl für Public Management & Public Policy an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen zusammen.

Weitere Informationen zum Proof of Concept PCGK (Public Corporate Governance Kodex) finden Sie hier.

Sollten Sie Interesse an der Teilnahme am „Proof of Concept“ haben, so melden Sie sich gerne mit einer E-Mail unter arf@arf-gmbh.de.

Hintergrund des Proof of Concept PCGK ist die Veröffentlichung eines Musterkodex durch eine Expertenkommission am 7. Januar 2020.

Expertenkommission veröffentlicht Deutschen Public Corporate Governance-Musterkodex 

Der Deutsche Public Corporate Governance-Musterkodex umfasst Grundsätze zur verantwortungsvollen Steuerung, Leitung und Aufsicht von und in öffentlichen Unternehmen, die in Praxis und Wissenschaft als einschlägig eingestuft werden, sowie Hinweise auf gesetzliche Vorschriften und Vorgaben. Umgangssprachlich werden entsprechende Kodizes auch als „Spielregeln guter Unternehmensführung“ bezeichnet. Eine Expertenkommission, bestehend aus Vertretern der Bundesländer, der Kommunen und der öffentlichen Wirtschaft hat am 07.01.2020 den Deutschen Public Corporate Governance-Musterkodex veröffentlicht. Wissenschaftlicher Vorsitzender dieser Expertenkommission ist Professor Ulf Papenfuß, Inhaber des Lehrstuhls für Public Management & Public Policy an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen.

Ziel dieses nicht verbindlichen Musterkodex soll es sein, den Kommunen, Bundesländern und dem Bund als Orientierungshilfe zu dienen, um jeweils einen als situationsgerecht empfundenen, individuellen Public Corporate Governance Kodex (PCGK) zu erarbeiten oder ihren vorhandenen PCGK zu überarbeiten. In Deutschland wurden seit dem Jahr 2005 von Kommunen, Bundesländern und dem Bund eine erste Generation von PCGKs etabliert, die jetzt unter anderem Grundlage der Erarbeitung des Musterkodex waren. Aktuell verfügen von den über 2000 deutschen Gebietskörperschaften allerdings nur ca. 60 über einen PCGK. Der veröffentlichte Musterkodex greift nicht nur bewährte Regelungen aus der ersten PCGK-Generation auf, sondern geht in manchen Bereichen auch neue Wege. Unter anderem wird etwa empfohlen, die Unterstützung von Vereinen und Einrichtungen transparenter zu machen. Im Jahresabschluss sollen öffentliche Unternehmen aufführen, welche Sponsoringleistungen an welche Organisationen geflossen sind. Ferner soll zumindest ein externes und unabhängiges Mitglied mit ausgewiesener fachlicher Eignung und/oder Branchenkenntnissen in das Aufsichtsorgan entsendet werden und ein ehemaliges Mitglied des Geschäftsführungsorgans erst zwei Jahre nach dem Ende seiner Geschäftsführertätigkeit dem Aufsichtsorgan angehören. Der Proof of Concept will die Praxistauglichkeit und Praxisrelevanz sowie den Nutzen solcher Regelungen bewerten.

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